Mittwoch, 22. August 2012

Tucson II

Hey Tübingen-Homies,

nun wird mal wieder top aktuell berichtet aus der Arizona-Sauna.
Inzwischen habe ich auch das Nightlife ein wenig erfahren können. Am Freitag-Abend bin ich mit dem anderen Deutschen aus Tübingen zu amerikanischen Nachbarn gegangen und mit denen sind wir dann im Auto in die Innenstadt gedüst und zunächst in eine Shisha-Bar gegangen. Ich persönlich kann dem ja nicht viel abgewinnen und erst recht keine unterschiedlichen Geschmäcker schmecken, aber es war lustig. Danach zogen die 21-jährigen weiter in eine Bar. Heiter fuhren wir dann zu einer echten amerikanischen Haus-Party.

Zunächst standen wir vor der falschen Party und vor unseren Augen spielten sich aufregende Szenen ab. 2 Gruppen stritten sich um ein Taxi. Als schließlich die eine einfach die Taxitür zumachte und das Taxi langsam anfuhr, schlug ein vermutlich betrunkener Jugendlicher der anderen Gruppe plötzlich gegen die Rückscheibe des Taxis und sie zerbrach in 1000 Scherben. Der Jugendlich flüchtete sich ins innere des Hauses. Wie eine Furie sprang der Taxifahrer laut fluchtend aus dem Taxi und rannte auf einen Unbeteiligten zu, den er für den Täter hielt und wollte ihm direkt eine reinhauen. Die anderen Herumstehenden konnten ihn noch davon abhalten. Er schrie und brüllte und mein Vokabular an englischen Schimpfwörtern wurde mächig erweitert.
Dann wollte er direkt die Polizei anrufen. Da gerieten die Gastgeber in Panik und flehten ihn an: "How much money do you need? Don't call the police!Please!" Sie wiederholten es 5 Mal, bis der Taxifahrer schließlich auflegte.
Es war erstens krass wie wahnsinnig aggressiv der Taxifahrer war und wie er einfach auf wahrscheinlich Minderjährige einprügeln wollte und wie unglaublich groß die Angst oder der Respekt vor der Polizei hier ist. Ich erinnere mich noch gut, an Gespräche mit der Polizei wegen zu lauter Partys im Ämmerle. Das war eigentlich immer recht amüsant.
Wenn die Polizei kommt, rennen hier ja auch immer alle weg, weil theortisch jeder "Erwischte" 100 Dollar Strafe zahlen muss und das Haus dann für 180 Tage ge"red-tagged" wird, d.h. dass sie beim nächsten Mal 500 Euro Strafen zahlen müssen.
Wir saßen jedenfalls sicher im Auto und betrachteten das Spektakel. Ein Ami meinte nur, dass jetzt nur noch Popcorn fehlen würde. Schließlich fanden wir dann unsere Party und es war wie im Film. Das ganze Haus voller feiernder Menschen, ein riesiger Bierpong-Tisch und ein Mini-basketballkorb und überall Fanartikel von der lokalen Football-Mannschaft.

Bierpong:. An jeder Seite des Tischen stehen 6 Pappbecher mit Bier drin und dann versucht man mit einem Tischtennisballl in die Becher des anderen zu treffen. Wenn dies gelingt, muss dieser den getroffenen Becher austrinken :)

Samstag-Abend war ich zu einem Abendessen eingeladen von einer lokalen amerikanischen Familie. Dies organisiert hier eine Gruppe, um die Austauschstudenten stärker zu integrieren, was super nett ist. Es war ein toller Abend und ich saß dort mit einer weiteren Deutschen, einer Chinesin ( die wahnsinnig ANgst vor dem Labrador hatte, nur Tee trank und nichts sagte), einer Peruanerin, 2 Ami-Studenten und dem amerikanischen Ehepaar bei tollem GESUNDEM Essen.
Nächste Woche Sonntag bin ich dort wieder eingeladen :)
Gestern war mein 1. Unitag, was auch super aufregend war. Ich kann nun doch 2 Wirtschaftskurse belegen: International Trade und intermediate Macroeconomics. Der Rest hat was mit Latin American Studies zu tun. Die Anzahl der Studenten in den Vorlesungen ist super klein.
Eine weitere coole Erfahrung, die ich gemacht habe, war, dass egal wo ich mal alleine saß (beim Essen in der Mensa oder so) immer kam irgend ein Ami, setzt sich einfach dazu und fängt super nett ein Gespräch an; gar nicht flirti-mäßig. Die gehen dann iwann wieder, wünschen einen guten Tag und das wars. Ich liebe das!
Heute hat es hier sooo krass geregnet..Monsoon-regen. Alle Straßen waren überschwemmt und ich musste teilweise durch Wadenhohes-Wasser nach Hause stampfen mit meinen Flip Flops. Jedes Mal wenn ein Auto vorbei fuhr, rettete ich mich erstmal ins Gebüsch, da sie natürlich meeega gespritzt haben. Einmal hats mich jedoch trotzdem erwischt, aber ich habe eigentlich nur gelacht.

Haltet die Ohren steif. Ich tue es auch!

Viele liebe Grüße,

eure Flici

Ps. das ist übrigens mein Campus-Gelände

Dienstag, 21. August 2012

Philadelphia

Hey Guys,
nach dem Motto "Philadelphia-Here we come!" ging es vor einer Woche nun auch für mich los.
Nachdem mein Übergepäck in mein Handgepäck verlagert wurde und ich in Deutschland los gezogen bin als wäre Winter in Philly, tatsächlich sind es allerdings 30 Grad!, konnte es endlich losgehen.
Im Flieger angekommen bin ich "nur" an jeder zweiten Reihe beim Einsteigen hängen geblieben, weil mein Koffer natürlich nicht die Maße erfüllt hatte und ich  glücklicher Weise in Reihe 33 von 35 saß.Mit meinem Lachen konnte ich die Stewardess überzeugen, dass es nur am unförmigen Gepäck und nicht am Gewicht des Koffers lag ;D.
In Philly angekommen haben wir erstmal ein Taxi gekommen um dann 45 min zu unserem "zentral" gelegenen Hostel zu fahren. Es lag  am anderen Ende der Welt, aber an sich war es echt nett. Es hatte seinen sehr eigenen Charme.  Am ersten Tag sind wir gleich noch in den Supermarkt gegangen um eine Erstaustattung zu gewährleisten. Leider haben wir den Rückweg nicht direkt gefunden und sind dann in der Dämmerung ca. 20 Minuten im Wald herumgeirrt, da es sich angeblich um eine Abkürzung handeln sollte. Alles sehr abendteuerlich.

Am nächsten Tag sind wir nach Philly Downtown gefahren, haben uns nen Telefonvertrag besorgt und danach direkt in eines der gefühlten 50 Starbucks-Cafés gesetzt um direkt mit der Wohnungssuche anzufangen.
Nach vielen Wohnungsbesichtigungen und den unterschiedlichsten Begegnungen mit netten und aber auch sehr sagen wir mal "gewöhnungsbedürftigen" Menschen wohne ich nun übergangsweise bei einem deutschen Freund Robin und werde am Mittwoch endgültig in mein neues Zuhause umziehen! I am very excited for that!  Ich ziehe jetzt zu zwei Typen, die beide etwas verschossen, aber unglaublich lustig und liebenswürdig sind. Mein Zimmer ist zwar sehr klein, aber hey, es kostet auch nur $ 525 all utilities included. In der Zwischenzeit hatte ich schon Besuch von Fabio, es war so schön bekannte Gesichert zu sehen. Ich will mehr davon Leute!  
Zu der Stadt Philly: Sie ist sehr groß, etwas undurchschaubar und chaotisch. Downtown ist sehr schön mit vielen alten Gebäuden und der historisch wichtigen "Liberty Bell". Es ist immer sehr viel los und die Menschen rush'n durch die Stadt. Leider hat Philly viele verarmte und heruntergekommene Stadtviertel, so wie ich sie selten in meinem Leben gesehen habe. Anfangs dachte ich, dass man nur in 2 von 10 Stadtvierteln nicht leben sollte, mittlerweile habe ich das Gefühl, dass das  Verhältnis andersherrum ist. Umso erfreulicher ist, dass ich in das Szene und Studentenviertel ziehen werde. Hier fühlt man sich ein wenig wie in Europa, viele kleine Restaurants und Bars auf der Straße, alte historische Kirchen und normale Menschen um sich herum.  








Am Wochenende waren wir alle recht fertig von der Wohnungssuche und haben uns eine Auszeit in Atlantik City gegönnt, dort fühlten wir uns am Strand sicher, seht selbst. Was der da macht? kP.
Natürlich haben wir uns gnadenlos verbrannt und können jetzt nicht mehr sitzen, aber es hat sich gelohnt. Jetzt haben wir den typenschen "american tan".
 ATLANTIC CITY



TEMPLE UNIVERSITY






Hier der erste Eindruck von der Uni. Der Campus ist wie eine Insel im Ghetto, sehr viele grüne Flächen, unterschiedliche Gebäude und eine geile GYM. Es ist alles sehr modern und mein Unigebäude sieht sehr gut aus. Ab Donnerstag gehts los, Frühstücken mit den Internationals, Shopping Run am Samstag, diverse Führungen durch die Uni und am Samstag ein kostenloses Konzert. Also alles bestens hier!

Ich vermisse Euch alle sehr! und ich liebe diesen BLOG! Es ist wunderschön Eure Berichte zu lesen, ich muss sehr oft lachen wenn ich sie lese.
Lasst Euch alle ganz lieb drücken und aus Philly grüßen.

Best Wishes, Anna-Marie

120 € Stundenlohn und New York City


Der Flieger nach New York, meiner ersten Station in den USA, sollte um 11:55 Uhr in München abheben. Pünktlich um 7 Uhr ging es zuhause los in Richtung bayerische Landeshauptstadt. Doch bei der Gepäckabgabe machte die Lufthansaangestellte gleich ein schiefes Gesicht. Ging etwas schief? Ja, aber nicht meinerseits.

Sonntag, 19. August 2012

Neues aus Toronto


      Vollends aklimatisiert (sowohl an die neue Umgebung als auch dank der eiiisigen Air Conditionner…) sitzen wir an unserem vorletzten Tag in der Hafenstadt beim Frühstück und stellen ein paar Anekdoten der letzten Tage zusammen: 

   1.) CSC – Couch Surfer Chaos. Die Wohnung, in der wir untergekommen sind, hat vier Zimmer und drei Bewohner. Ergibt ein Zimmer für uns Couch Surfer. In diesem wohnen Lukas und ich zusammen mit Peter aus Polen, was bedeutet, dass man sich zwischen Koffern und Matratzen gerade so umdrehen kann. Vor 2 Tagen standen dann plötzlich Helena und Nils aus Schweden vor der Tür. Und dies ist wörtlich zu nehmen – denn Maggie, die uns alle zum Couch Surfing eingeladen hatte, war nicht da und hatte keinen Schlüssel hinterlegt (oh, und sie hat kein Handy…). Tja, und als Lukas und ich aus der Stadt zurückkamen, da standen wir dann eben zusammen mit den Schweden vor der Tür. Und standen und standen (und mussten aufs Klo) und standen…… bis Maggie nach anderthalb Stunden mit einem „Hey guys, sorry `bout that“ um die Ecke schlenderte. (Hatte ich schon die Gelassenheit der Kanadier erwähnt?)
Tja, und zack, waren wir auf einmal zu 5. zum Couch Surfing da (das war ein Missverständnis; die Schweden sollten eigentlich erst nächste Woche kommen) und Maggie meint achselzuckend, ok, kein Problem, dann würde sie eben bei Freunden schlafen und Helena und Nils könnten ihr Zimmer haben. Fazit: Wir haben Maggie seit 3 Tagen nicht gesehen und bewohnen ihre Wohnung im Prinzip im Alleingang...


2.) Good, old american food. Aber seht und genießt selbst:)! (Wir habens auch getan)


Ps: Es lebe der vegetarian style!!!!!

                  
  

   3.)Tandemfahren auf den Inseln vor Toronto – Eine wackelige, für Lachanfälle sorgende Erfahrung. Hier das Beweisbild: mit wunderschönem Blick auf die Stadt.


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 4.) Last but not least: Baseball. Ein unglaublich aufregendes Spiel. 2 Stunden lang passiert alle 10 Minuten gar nichts und zwischendurch wird ein Ball übers Feld (bzw. ins Publikum) geschlagen, während leise die nächtliche Abendkälte über das Stadion zieht.  Naja, ganz so schlimm ist es vielleicht nicht:) Die Kulisse des Stadions ist zumindest schwer zu toppen!

Der Blick aus dem Stadion

 
Und noch ein letztes Anliegen. Unser schöner Blog zeigt ja nun doch (fast ausschließlich) die schönsten Seiten unserer Auslandsaufenthalte. Und das ist im Prinzip ja auch gut so, denn es macht Spaß, von schönen Dingen zu schreiben und zu lesen. Aber Fakt ist auch, dass nicht immer alles glatt läuft und es auch schwere Stunden gibt.
Ich bin dafür, dass auch solche Dinge in unserem Blog Platz haben sollten und fange an mit einem „Was ich an Deutschland so vermisse…“:
Straßen ohne Schlaglöcher. Apfelschorle. Gepflegte Vorgärten. Unterirdisch verlegte Stromleitungen. Noch mehr Apfelschorle. Mami Papi.

Bis bald und liebe Grüße sagen
Julia und Lukas aus Toronto!

Samstag, 18. August 2012

New York. Gute Reise!

Guten Morgen! Habe mich nun hoffentlich auch auf amerikanische Zeit hin aklimatisiert.
Was zuvor geschah: Montag noch schön die Seminararbeit abgegeben und mein Zmmer in Tübingen leer geräumt. Dem Staedttchen geht es übrigens sehr gut, die Sonne scheint, in den Gassen wird Tango gespielt und die Studenten trinken Bier :)
Dann gepackt und Freiag morgen mit United nach Newark geflogen. Anders als bsp David habe ich nur kurz geschlafen und sonst Filme gesehen.
Dann mit la familia ins Hotel und danach rein in die Skyline!
Wir sind ein bisschen an der 5th entlang gewandert und haben uns vor einem Platzregen in einen bookstore gerettet. Jetzt bin ich für den Rest der Reise mit Literatur versorgt :)
Dann noch im Central Park gewesen und den Tag mit einem seeeehr leckeren Truthahnburger beendet. Heute geht es zur Verleihstation des Wohnwagens und ab an die Küste! Photos kommen auch, sobald ich das mit google+ habe oder per Laptop schreibe. Best American wishes! Philipp